Arbeitskreis Menschenrechtsbildung als Redaktion der „Reckahner Reflexionen“

Die Reckahner Reflexionen beruhen auf einer fünfjährigen interdisziplinären und internationalen Auseinandersetzung mit dem Thema Ethik pädagogischer Beziehungen, an dem Fachleute aus Praxis, Leitung, Verwaltung, Wissenschaft, Bildungspolitik und Stiftungen beteiligt waren. Die Zusammenarbeit wurde ab 2011 in jährlichen Expertenkonferenzen des Arbeitskreises Menschenrechtsbildung in der Reckahner Einrichtung Rochow-Museum und Akademie für bildungsgeschichtliche und zeitdiagnostische Forschung e. V. an der Universität Potsdam realisiert (abgekürzt: Rochow Akademie). Aus diesem Expertenkreis sind zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema hervorgegangen (siehe Prengel / Schmitt 2016). Eine internationale Konferenz „Kinderrechte in pädagogischen Beziehungen“ fand 2013 mit sehr großer Resonanz an der Universität Potsdam statt (Prengel / Winklhofer 2014).

Expertenkonferenz

Bezüge zu Reckahn

Der Tagungsort des Arbeitskreises Menschenrechtsbildung, das Dorf Reckahn unweit der Stadt Brandenburg / Havel, ist von herausragender Bedeutung für das kulturelle Gedächtnis (Assmann 2006). An diesem Ort tragen die Reckahner Museen auf der Basis einer 250-jährigen
aufgeklärten Tradition zur Stärkung von Kinderrechten in pädagogischen Beziehungen bei (Krappmann u. a. 2013).

Die Rochows

Reckahn beherbergt ein historisches Ensemble, zu dem die original erhaltene, von Friedrich Eberhard von Rochow (1734–1805) und Christiane Louise von Rochow (1734–1808) erbaute und im Jahr 1773 eingeweihte erste philanthropische Musterschule gehört. In dieser Schule wurden alle Schülerinnen und Schüler des Dorfes im Geiste der Aufklärung unterrichtet. Der dort realisierte menschenfreundliche Unterricht wandte sich bereits vor fast 250 Jahren gegen die Prügelstrafe und gegen ständische, religiöse oder rassistische Diskriminierung. Kinder wurden vom Schulanfang an als vernunftbegabte Wesen respektiert (Schmitt 2007, S. 171ff.; Tenorth 2011).

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Rochow-Museen bzw. im Beitrag von Hanno Schmitt (zum Download) erhalten Sie einen Einblick in Eberhard von Rochows Perspektive auf das Kind.

Projektförderung

Wir danken der Robert Bosch Stiftung für die langfristige und umfassende Förderung des Projekts. Der Universitätsgesellschaft Potsdam e. V. und der Helga Breuninger Stiftung sei für Anschubfinanzierung gedankt.